Echt erfrischend … – ein Bericht von Bernd Scheller über den Kanutriathlon in München

Nach einem nur allzu trüben und auch faulen Winter habe ich mich wieder

auf den Weg nach München gemacht um am dortigen Kanutriathlon teilzunehmen … und ins Ziel zu kommen, mehr nicht.

Bei meinem Trainingsstart vor vier Wochen konnten ja hier meine RCW-Kollegen beobachten, wie mir nach 60 km der Stecker gezogen wurde. Diese vier Wochen habe ich nun genutzt, dennoch ist natürlich der komplette Ausfall des Wintertrainings so schnell nicht wettzumachen.

Nach einer kleinen Pastaparty bei meinem Vorstandskollegen von der Quadrathlon Allianz Deutschland, Detlef Kietzmann ging es am Samstag Abend früh in meinen Wettkampf-Caddy, um am Sonntag Morgen möglichst fit starten zu können. Außerdem sind vorher noch so einige Wege zu

erledigen, Boot und Rad müssen in die Wechselzone gebracht werden und der Start ist zeitig um 9:30 Uhr. Der wurde auch pünktlichst nach Funkuhr durchgeführt.

Bei schönstem Sonnenschein ging es mit 90 anderen Sportlern aller Leistungsklassen auf die Laufstrecke. Hier sind es 3,5 Kilometer, die zu absolvieren sind, recht ernüchternd war dann doch

Ist es noch weit?

Ist es noch weit?

meine Kondition und das Sichtdiagramm der nicht mehr allzu vielen Rädern in der Wechselzone. Auf dem Rad funktionierte es dann noch ganz gut mit dem aufholen, allerdings ist die Radstrecke hier recht schmal und unübersichtlich, mit 15 km aber auch sehr überschaubar. Drei Runden und somit drei heftige Anstiege waren zu bewältigen.

Ob das gut geht?

Ob das gut geht?

Leider hatte ich mir beim Bootswechsel helfen lassen, welches mich in die eiskalte Isar beförderte. Von der Bayrischen Wasserwacht bekam ich jedoch schnell Hilfe und konnte den Wettkampf wieder aufnehmen. Nun lag der eigentlich schwierigste Teil der Veranstaltung vor mir: Knapp 1,5 Kilometer gegen eine intensive Strömung zu paddeln. Das ist immer ein echter Kraftakt und stellt mich als Späteinsteiger im Kanusport vor eine erhebliche Aufgabe. Nach der Wendemarke fühlte sich die Strecke schon viel besser mit der Strömung an. Hier gab es dann doch noch so einige Kämpfchen auszufechten. Zum Abschluss der Strecke geht es durch einige kräftige Schwalle, wo man schön mittig und gerade fahren sollte, hier hat es dann doch einige Mitstreiter in den Isarkanal geworfen.

Für mich war dieses kleine Rennen … auch wenn ich durch meine Wasserlandung Zeit verlor und Letzter der Rennklasse wurde, doch wieder eine super Motivation.

Die Veranstaltung war wieder einmal ein idealer Saisoneinstieg – kurze Strecken und ein familiärer Charakter kamen sowohl den Bedürfnissen ambitionierter Sportler des QUAD Deutschland Cups als auch den Breitensportlern entgegen. Für die Veranstalter vom DTKC München ist die Organisation eines solchen Events in einer Großstadt wie München aber nicht einfach und wird leider von Jahr zu Jahr schwieriger – z.B. plant die Stadt die Förderung von Sportveranstaltungen in Zukunft nur noch für Teilnehmerzahlen über 1000. Ein Grund mehr im nächsten Jahr am 12. Mai in München am Start zu sein um diese großartige Traditionsveranstaltung zu unterstützen.

       

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